Grenz-Grat-Wanderung

Für die heutige Wanderung gings auf die Grenze zwischen Uri und Nidwalden. Die Grenze verläuft mehrheitlich über den Grat.

Niederrickenbach (1154m) – Brisenhaus SAC (1752m) – Glattigrat (2180m) – Risetenstock (2290m) – Hinter Jochli (2105m) – Vorder Jochli (2002m) – Jochlistock (2070m) – Gandispitz (1996m) – Zingel (1901m) – Schwiren (2004m) – Brächen – Hutztal – Bauen (435m)

22.1km / 1649m Aufstieg / 2350m Abstieg / 7h03min

Um halb sieben Uhr gehts mit dem Zug via Stans nach Dallenwil, wo ich nach kurzem Fussmarsch zur Talstation der Seilbahn nach Niederrickenbach komme. Die Gondel fährt voll hinauf auf gut 1150m.ü.M. Nun kanns losgehen. Der Weg führt zuerst ohne grosse Steigung und auf einer Landwirtschaftsstrasse. Nach ca. einer halben Stunde beginnt der Aufstieg hinauf zum Brisenhaus, welches ich nach etwas mehr als einer Stunde erreiche. Ohne Halts geht’s weiter Richtung Glattigrat hinauf, hierfür muss ich durchs „Bratöfili“. Um ca. 9 Uhr geht’s noch so mit den warmen Temperaturen, kann mir aber gut vorstellen, dass es hier später warm werden wird.

Vom Glattigrat bietet sich ein herrlicher Ausblick: Richtung Norden hinunter zum Brisenhaus, dahinter die Rigi, die Musenalp sowie das Buochserhorn. Richtung Westen der Brisen und der Hohe Brisen, südlich ganz viele (fast) 3000er und östlich der Glattigrat.

Nun sind die meisten Höhenmeter für den Moment geschafft und es geht über den Grat hinüber auf den Risetenstock. Von hier sieht man nun den Vierwaldstättersee schöner und natürlich auf den Schwalmis sowie den weiteren Verlauf des Grates (nach einer Unterbrechung durch das hintere und vordere Jochli). Vom „Vorder Jochli“ geht’s hinauf auf den wenig höher gelegenen Jochlistock. Von hier führt der alpine Wanderweg dem Grat entlang auf den Gandispitz.

Vom Gandispitz geht’s hinab Richtung Zingel und weiter in Marschrichtung Oberbauenstock. Nun geht’s noch einmal rund 150 Höhenmeter hinauf zum Schwiren. Den Oberbauenstock schenke ich mir heute, wenn ich sehe, was mich für ein Abstieg nach Bauen erwartet. Zuerst geht es blau-weiss weiter und es braucht auch mal alle Viere.

Nach dem steilen Abstieg verläuft der Weg bald schon wieder flächer und der Blick zurück zeigt ein wunderbares Bild der heutigen Tour.

Blick zurück zum Oberbauenstock und dem Weg, der unterhalb verläuft

Der nun folgende Abstieg nach Bauen hat es in sich. Von 1600m.ü.M. geht es steil auf etwas mehr als 400m.ü.M hinab. Es scheint, dass dieser Weg nicht allzu oft begangen wird, was nicht weiter verwundert. Weder fürs hinauf noch fürs hinab ist das angenehm. Der Wanderweg ist gut gepflegt, aber der Regen der letzten Tage ist spürbar. Schön ist das ständige Rauschen, das einem von den kleinen Bächen praktisch auf dem ganzen Weg hinunter begleitet. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist die Badi von Bauen erkennbar, dennoch braucht es noch viele Schritte hinunter ins kühle Nass des Urnersees.

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