Chaiserstuel (CH, 2400m)

Die erste Herbsttour führt mich frühmorgens in den Kanton Nidwalden. Heute ist ein Programm mit multimodalem Verkehr vorgesehen: Bus, Zug, Seilbahn, Schiff.

Chrüzhütte (1718m) – Bannalp Pass Schoneggeli (2249m) – Chaiserstuel (2400m) – Sinsgäuer Schonegg Pass (1913m) – Sulztal – Gitschenen (1546m) – Hinter Jochli (2105m) – Klewenalp (1593m)

Der Tag beginnt früh. Mit dem Luzern-Engelberg Express geht’s nach Wolfenschiessen, wo der Umstieg aufs Postauto erfolgt. In Oberrickenbach, Fell folgt kurz vor 08.00 Uhr die Fahrt mit dem „blauen Bähnli“ zur Chrüzhütte hoch. Oben angekommen steht man imposanten Felswänden entgegen.

Nun geht’s zu Fuss weiter, immer leicht ansteigend unterhalb der Bietstöck vorbei. Unterhalb des Büelenbodens gibt’s eine schöne „Höiet“. Von da gibt’s auch einen herrlichen Blick hinunter auf den Bannalpsee.

Dank dem einfachen aber kurzweiligen Weg bin ich rasch oben auf dem Bannalp Pass und habe den Chaiserstuel bereits im Blick. Bis hierhin war alles im Schatten, nun spüre ich die wärmenden Sonnenstrahlen! Oben angekommen kann man eine schöne Rundumsicht geniessen. Unter anderem den Hohen Brisen, den ich bereits einmal im dicksten Nebel kennenlernen durfte.

Vom Chaiserstuel führt ein Bergweg hinunter auf den Anfang des Oberalper Grats.

Von da geht’s ziemlich steil den Hang hinunter auf den Sinsgäuer Schonegg Pass.

Vom Sinsgäuer Schonegg Pass geht’s hinunter ins malerische Sulztal mit viel Alpbetrieb. Die Höhenmeter sind einigermassen gut verteilt für die Knie und schon bald geht’s wieder ein bisschen hinauf nach Gitschenen. Von der Kapelle Gitschenen erblicke ich das „Tor“ im Oberalper Grat, ein Felsloch.

Nun geht’s ziemlich steil bergauf. Vorbei an „Unter“ und „Ober Bolgen“ zu „Bei den Seelenen“ in der Chäle. Hier gibt’s ein paar kleinere Seen.

Und endlich ist auch der letzte Pass in Sicht: Hinter Jochli. Ich überlege, ob ich noch den Risetenstock einbauen soll, entscheide mich aber aufgrund der aufziehenden Wolken dagegen. Von hier geht’s der Skipiste entlang hinunter auf die Klewenalp.

Von der Klewenalp kommt die nächste Seilbahn zum Einsatz. Geräuschlos rauschen wir mit der Kabine hinunter, und über die Autobahn A2. Beckenried und die ganze Region wäre wunderschön, wäre da nicht die Autobahn…

In Beckenried angekommen verschafft der Vierwaldstättersee eine willkommene Abkühlung. Dabei beobachte ich gleich zwei Einsätze des Notfallschirms bei Gleitschirmen. Sie landen im Wasser.

Durchs Wasser gleitet mein letztes Verkehrsmittel heute: das Dampfschiff Gallia. Bei der Ankunft in Luzern wird verkündet, dass dies die letzte Fahrt der Gallia in diesem Jahr war, die Sommersaison ist vorbei. Und die Herbst- und somit Wandersaison beginnt :).

Das Dampfschiff Gallia auf ihrer Dernière im Jahr 2023

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